Technologie

Die 5 größten Herausforderungen im E-Commerce für 2022

Für den E-Commerce stellt sich auch 2022 die Corona-Pandemie wieder sowohl als Segen und Fluch heraus. Sie wirkt sich auf viele Bereiche im Kunden- und Marketingmanagement aus. Ganz fundamental betrifft sie aber branchenübergreifend die Wirtschaft insgesamt, da in vielen Bereichen Lieferschwierigkeiten auftreten.

Herausforderungen bei globalen Lieferketten aufgrund der Pandemie

Aufgrund der Corona-Pandemie sind Lieferketten in internationalen Branchen schlagartig zusammengebrochen. In vielen Bereichen ist die Nachfrage zudem stark gestiegen, während sie in anderen gesunken ist. Außerdem haben sich Lieferzeiten teilweise auf unabsehbare Zeit verlängert. Dies führt dazu, dass zum einen Kunden wegbrechen und auf der anderen Seite die Preise stark steigen. Auch die höhere Inflationsrate kann sich hierbei auswirken. 

Viele Unternehmen strapaziert dies auch in 2022 weiterhin. Allein in Deutschland haben im Jahr 2020 15.865 Firmen Insolvenz angemeldet. Aufgrund der stark steigenden Versandpreise von z. B. China nach Deutschland mussten E-Commerce Händler 2021 mit teureren Einkaufspreisen kämpfen. Dies Trend bleibt in 2022 weiterhin bestehen.

Herausforderung Fulfillment

Nicht nur allgemeine Versandprozesse können ein Problem darstellen. Aufgrund der Corona-Pandemie sind in Lagerhallen und Büros Corona-Maßnahmen umzusetzen, wie beispielsweise Mindestabstände. Dies ist eine große Herausforderung für viele Onlinehändler. Platzmangel, zum Beispiel ist ein entscheidender Faktor. Genauso die allgemeine Einhaltung der Coronabedingungen für u. a. dem Verpacken und Versenden und dem Mitarbeitermanagement.

Steigende Werbekosten

Viele E-Commerce-Unternehmen beziehen ihren Online-Traffic aus Social-Media Plattformen anhand von Werbeanzeigen. Aufgrund der steigenden Konkurrenz steigen die CPM. Der Betrag, den ein Werbetreibender einer Website pro tausend Betrachter zahlt. Dies sollte Online-Store Betreiber dazu animieren sich auf andere Kanäle auszuweiten. Zum Beispiel Newsletter Marketing, Native Ads, Suchmaschinenoptimierung, Influencer Marketing oder Werbeanzeigen auf neueren Social-Media Plattformen wie zum Beispiel TikTok. TikTok hat in 2021 die eine Milliarde Nutzer Marke erreicht. Der internationale Ad-Spend stieg 50,3 Prozent an.

Statistik: Inwiefern hat sich Ihr Einkaufsverhalten im Vergleich zum Beginn der Corona-Pandemie verändert? | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Prozess Optimierung

E-Commerce gewinnt immer mehr an Bedeutung, insbesondere für junge Start-ups. Seit Beginn der Pandemie wurden 17 % mehr Online-Käufe getätigt. Das starke Wachstum überfordert viele Start-ups, Versandprozesse dauern zu lange. Dies kann sich negativ auf die Kundenzufriedenheit auswirken und potenziell wiederkehrende Kunden verschrecken und sogar zu schlechten Bewertungen führen.

Ein Beispiel für einen Online-Shop, der das volle Potential im E-Commerce ausschöpft, ist ein Schweizer E-Zigaretten Shop. Red Vape hat als kleiner Händler 2014 begonnen. Inzwischen ist er über die Schweiz hinaus bekannt und bietet Produkte aus aller Welt. Mit einem Blog, erfolgreichem E-Mail-Marketing und einer Präsenz in sozialen Medien hat er dafür gesorgt, stetig zu wachsen. 

Kunden zum Wiederkauf animieren

E-Commerce lebt nicht von einmaligen Käufen, sondern von treuen Kunden, die immer wieder zurückkehren. Wenn ein neuer Kunde über Werbeanzeigen zum Kauf, animiert wird, kostet dies den Onlinehändlern Geld. Newsletter Marketing zum Beispiel ist teilweise kostenlos und wird immer noch nicht von genug Start-ups benutzt. E-Mail Marketing kann bereits vorhandene Kunden zum Wiederkauf animieren. Die Basis dafür muss gute Erfahrung und Vertrauen sein, die der Verkäufer nach seiner ersten Bestellung liefern muss.

So kann bis zu 20 % mehr Umsatz generiert werden, der ausschlaggebend für den Gewinn sein kann. Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist eine der günstigsten und effektivsten Marketingkanäle.

Comments are closed.