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Bärlauch ernten: Das musst du beachten

Bärlauch ist eine im Frühjahr reichlich vorkommende Pflanze. Die ganze Pflanze kann als Kraut oder Garnierung verwendet werden. Erkenne Bärlauch an seinen weißen Blütenbüscheln, Stielbüscheln und dem ausgeprägten Knoblauch- und Schnittlauchgeruch. Schneide die gewünschten Pflanzenteile ab und lege sie lose in einen Korb oder ein anderes Gefäß. Wasche den Bärlauch zu Hause in kaltem Wasser und genieße ihn frisch oder bewahre ihn für den späteren Gebrauch auf. Wir erklären dir, was du beim Ernten von Bärlauch alles beachten musst.

Bärlauch richtig ernten

Schritt 1: Bärlauch identifizieren

Suche schattige, feuchte Bereiche. Bärlauch wächst im Frühling an teilweise schattigen Stellen. Die Pflanze bevorzugt auch feuchten Boden, also folge dem Wasserabfluss. Häufige Standorte sind Wälder, Flussufer und Feldwege.
Suche nach Büscheln mit weißen Blumen. Bärlauch wird am Ende eines einzigen Stiels eine Blüte haben. Die Blüten sehen wie weiße Sterne mit jeweils sechs Blütenblättern aus. Maiglöckchen sieht dem Bärlauch am ähnlichsten, kann aber durch sorgfältige Beobachtung unterschieden werden. Die Blüten des Maiglöckchens sind glockenförmig und hängen vom Stängel herab.
Maiglöckchen sind giftig, also nehme dir bei der Ernte Zeit, um sicherzustellen, dass du die richtige Pflanze pflückst.

Prüfe, ob die Blätter an den Stengeltrauben niedrig sind. Bärlauch hat büschelweise Stängel, die aus dem Boden herausragen. Die Stängel sind grün und weiß. Die Blätter wachsen in Bodennähe, sind lang, flach und haben eine einzige Ader in der Mitte. Die Blätter wachsen einmal pro Stängel.
Maiglöckchen hat einen grün und violett gefärbten Stängel mit zwei oder drei Blättern.
Prüfe, ob du den Bärlauch riechen kannst. Wenn du dich in der Nähe von Bärlauch befindest, wirst du wahrscheinlich einen Knoblauch- und Schnittlauchgeruch wahrnehmen können. Du kannst dies überprüfen, indem du ein Bärlauchblatt zwischen deinen Fingern reibst. Dadurch wird der Geruch freigesetzt.
Maiglöckchen und andere Pflanzen werden diesen Geruch nicht haben und können stattdessen süßlich riechen.

Schritt 2: Bärlauch ernten

Große und gesunde Blätter pflücken. Die Blätter werden sich in Bodennähe befinden. Pflücke oder schneide mittelgroße und große Blätter ab, die voll und grün aussehen. Lasse die kleinen Blätter, um die Pflanze wieder aufzufüllen.
Die gesamte Pflanze kann genutzt werden, aber die unterirdischen Zwiebeln sind eher klein. Das Entfernen der Zwiebel sollte nur mit der Erlaubnis des Landbesitzers erfolgen oder wenn es dir nichts ausmacht, deine eigene Pflanze zu entfernen.
Schneide zarte Stängel ab. Versuche, die Stiele in Bodennähe mit einem Messer oder einer Schere abzuschneiden. Wenn es dir schwer fällt, sie zu entfernen, werden sie auch schwer zu essen sein, wenn sie nicht lange gekocht werden.
Blumen ernten. Ungeöffnete Blüten können verwendet werden, aber blühende Blüten haben einen noch stärkeren Geschmack als die Blätter. Pflücke sie oder schneide sie mit einer Schere ab. Im Laufe des Frühlings verwandeln sich die Blüten in Samenkapseln, die ebenfalls einen starken Geschmack haben und gegessen werden können.

Jetzt kannst du den Bärlauch in einen Korb legen. Bärlauchblätter sind empfindlich und hinterlassen bei Beschädigung einen starken Geruch. Man kann sie zwar in eine Jacke stecken, aber es ist besser, ihnen Platz zu lassen. Lege sie in Ihren Korb und drücke sie nicht nach unten.
Du kannst den Bärlauch auch in eine Plastiktüte oder eine Wasserflasche stecken. Halte sie locker verpackt und zerdrücke sie nicht.

Schritt 3 Bärlauch haltbar machen

Wenn du den Bärlauch gleich verwenden möchtest, findest du hier 4 leckere Rezepte mit Bärlauch. Ansonsten kannst du den ganzen Bärlauch oder auch einen Teil davon haltbar machen.

Möglichkeit 1: Bärlauch kühlen

Wasche das Schnittgut in kaltem Wasser. Blumen schütteln, um Insekten zu entfernen. Wasche die Pflanze zumindest unter fließendem, kaltem Wasser ab. Du kannst auch eine Schüssel mit kaltem Wasser füllen und den Bärlauch fünf Minuten lang eintauchen, um ihn für die Kühlung vorzubereiten. Reste abdichten und kühlen. Alles, was du nicht sofort verwenden willst, kann etwa eine Woche lang gelagert werden. Du kannst die gewaschenen Ausschnitte zuerst in ein feuchtes Papiertuch einwickeln, damit sie konserviert bleiben. Lege sie in versiegelte Plastiktüten oder abgedeckte Behälter.

Möglichkeit 2: Bärlauch einfrieren

Bärlauch blanchieren und für eine längere Lagerung einfrieren. Einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Den Bärlauch hinzufügen. Nach einer Minute den Bärlauch in eine Schüssel mit eiskaltem Wasser geben. Sobald die Blätter ganz im Wasser sind, beginne damit, sie in Gefrierbeutel zu legen. Drücke so viel Luft wie möglich aus den Beuteln heraus. Der Bärlauch hält monatelang, ist aber nicht knusprig. Du kannst mehr Luft aus dem Beutel entfernen, indem du einen Strohhalm verwendest. Schließe den Sack um den Strohhalm herum. Sauge so viel Luft wie möglich ab, entferne dann schnell den Strohhalm und schließe den Sack.

Möglichkeit 3: Bärlauch trocknen

Backe Blätter, um ein getrocknetes Kraut zu erhalten. Die Blätter auf Backblechen ausbreiten. Stelle den Ofen auf die kleinstmögliche Heizstufe ein. Du kannst die Ofentür offen lassen, wenn du befürchtest, dass sie zu schnell austrocknen. Nach etwa vier Stunden, oder wenn sich die Blätter brüchig anfühlen, lege sie in luftdichte Gläser.
Du kannst zum Austrocknen der Blätter auch einen Luftentfeuchter verwenden.

Möglichkeit 4: Bärlauch einlegen

Blätter in Öl oder Essig konservieren. Ölkonservierung ist gut für Soßen wie Pesto. Einfach die Blätter in einer Küchenmaschine zerkleinern oder mischen. Lege sie in Gläser und achte darauf, dass sie mit Olivenöl bedeckt sind. Alternativ kannst du die Blätter mit Essig bedecken, der mit deiner Lieblingsgewürzkombination vermischt ist.
Bärlauch in Ölkonserve sollte gekühlt werden und hält bis zu drei Wochen. In Essig eingelegter roher Knoblauch kann bei Zimmertemperatur gelagert werden, hält aber im Kühlschrank fast unbegrenzt lange.