Gesundheit

Sportarten bei Asthma: So trainierst du richtig

Sport ist auch für Asthmatiker wichtig für die Gesundheit und kann dem Asthma sogar positiv entgegenwirken. Deshalb sollten alle Erwachsenen und Kinder Sport treiben, um etwas für Körper, Geist und Belastbarkeit zu tun. Bei körperlicher Anstrengung kann es jedoch zu Luftnot und Husten kommen. In unserem Beitrag erklären wir dir, welche Sportarten besonders geeignet sind und was du dabei beachten solltest.

Wer mit Asthma Sport treibt, hat laut wissenschaftlichen Studien eine bessere Lebensqualität. Das ist doch einmal eine Motivation für Sport! Und dafür musst du nicht jeden Tag stundenlang ins Fitnessstudio. Schon eine halbe Stunde leichter Sport jeden Tag kann deine Atmung extrem verbessern.

Ausdauersport bei Asthma

Viele Asthmatiker denken, sie sollten Ausdauersport meiden, jedoch ist genau das Gegenteil der Fall. Ausdauer, zum Beispiel beim Laufen, Radfahren, Schwimmen und Wandern stärkt Herz, Kreislauf und Lunge. Wie bei jedem Menschen, muss sich der Körper natürlich erst an neue Belastungen gewöhnen und die Ausdauer langsam aufbauen. Wenn du ganz neu mit Sport anfängst, kann es sich auch lohnen das unter professioneller Aufsicht zu tun.

Am besten ist es, wenn du nicht zu abrupt zwischen Ruhe und Belastung wechselst. Wähle also lieber ein langsameres Tempo, das du länger durchhalten kannst. Wie bei jedem ist es wichtig sich vorher aufzuwärmen, um Muskelkater vorzubeugen. Besonders wichtig bei Asthmatikern ist es, das Tempo bei Luftnot zu drosseln und Gehpausen einzubauen. Nicht übertreiben also.

Bevor du mit Ausdauersport beginnst, solltest du einen Lungenfunktionstest bei deinem Arzt machen. So wird der Grad des Belastungsasthmas ermittelt und du kannst Medikamente einstellen, die du vor dem Training einnimmst. Trotzdem sollte das Notfallspray selbstverständlich vor allem beim Sport immer mit dabei sein.

Jogger
Ausdauersport stärkt dein Herz-Kreislauf-System

Yoga bei Asthma

Yoga kann eine sehr gute Ergänzung zu einem gemäßigten Ausdauertraining darstellen. Du kannst lernen, deine Muskeln zu entspannen, wodurch dir im Sport, aber auch im Alltag das Atmen leichter fallen wird. Auch Meditation, autogenes Training oder andere Entspannungsübungen werden oft von Ärzten empfohlen.

Auch Entspannungsübungen können das Atmen erleichtern

Teamsport bei Asthma

In der Regel ist Teamsport wie zum Beispiel Fußball oder Basketball weniger geeignet für Asthmatiker als Ausdauersport. Das liegt daran, dass sich hier Phasen hoher Anstrengung mit Pausen oft und schnell abwechseln. Wenn dir dieser Sport aber besonders viel Spaß macht, solltest du ihn natürlich trotzdem ausüben. Passe hier nur besonders auf, nicht über deine Belastungsgrenzen zu gehen.

Wenn du dich beim Sport mit anderen Asthmatikern zusammentun möchtest, findest du hier vielleicht eine spezielle Sportgruppe in deiner Nähe.

Läufer
In vielen großen Städten gibt es Laufgruppen für Asthmatiker

Kraftsport bei Asthma

Kraftsport kann besonders effektiv sein, da hier auch Muskulatur gestärkt wird, die wir beim Atmen brauchen. Auch die Haltung kann sich verbessern. Auch hier ist das Aufwärmen und das Kennen der eigenen Belastungsgrenze wichtig. Kraftsport heißt übrigens nicht, dass man jetzt 100 Kilo im Fitnessstudio heben muss. Auch Home Workouts mit kleinen Gewichten oder auch nur mit Eigengewicht sind effektiver Kraftsport und trainieren sogar besser den ganzen Körper.

Home Workout
Kraftsport verbessert Muskulatur und Haltung

Fazit

  • Besonders geeignete Sportarten: Ausdauersport, Yoga
  • Medikamente speziell für das Training beim Arzt neu einstellen
  • Die eigene Belastungsgrenze kennen
  • Notfallspray immer dabeihaben
  • Vor dem Training aufwärmen
  • Immer wieder Ruhepausen einbauen
  • Als Pollenallergiker in der Hochsaison nicht draußen trainieren