Fitness

Blackroll bei Muskelkater: Sinnvoll?

Muskelkater ist oft schmerzhaft, nervig und einschränkend. In einem anderen Artikel haben wir uns bereits mit Tipps gegen Muskelkater auseinandergesetzt. Jetzt soll es speziell darum gehen, ob die Blackroll bei Muskelkater sinnvoll ist und wieso Faszientraining schmerzhaft sein kann.

Blackroll und Faszientraining

Die meisten wissen inzwischen, was eine Blackroll und was Faszientraining ist. Bei den Faszien, die unseren ganzen Körper durchziehen und sich um die Muskeln legen, kommt es oft zu Verklebungen. Diese äußern sich in Verspannungen oder auch verhärteten Stellen am Körper. Faszientraining soll diese Verklemmungen lösen und unsere Faszien sozusagen geschmeidiger und uns wieder beweglicher machen. Es gibt verschiedene Formen des Faszeintrainings. Am weitesten verbreitet ist wohl die Blackroll. Mit dieser Rolle lassen sich durch verschieden Übungen die Faszien im ganzen Körper lockern.

Wer beim Faszientraining dranbleibt und es regelmäßig macht, soll Verhärtungen sogar vorbeugen können. Generell gibt es folgende Gründe für das Training der Faszien in den verschiedensten Sportarten:

  • Lösen und Vorbeugen von Verhärtungen
  • Fördern der Durchblutung
  • Regeneration der Muskeln
  • Fördern der Beweglichkeit
  • Fördern des Abtransports von Stoffen
  • Vorbeugen von Muskelkater

Das Vorbeugen von Muskelkater hat es also in die Liste geschafft. Doch ist die Blackroll als Tool zum Faszientraining auch bei akutem Muskelkater sinnvoll?

Die Blackroll gegen Muskelkater

Muskelkater hat trotz seinem Namen tatsächlich mehr mit den Faszien als mit den Muskeln zu tun. Denn er entsteht durch kleine und sehr feine Risse im Fasziengewebe. Das kommt von einer Überbelastung beim Sport. Hört sich brutal an, ist aber in erster Linie nicht schädlich. Trotzdem ist Regeneration, auch in Form von Ruhetagen, besonders wichtig. Sonst kommt es eben zu Verhärtungen und Verspannungen im Gewebe.

Hier findest du mehr Infos über das Entstehen von Muskelkater.

Die Blackroll spricht ja genau diese gerissenen Faszien an und lockert sie. Deshalb kann es auf jeden Fall sinnvoll sein, sie bei Muskelkater zu verwenden. Das Gewebe, die Muskeln und die Faszien werden gelockert und der Körper kann sich regenerieren. Bei Muskelkater sollte man aber darauf achten, nicht zu intensiv vorzugehen. Setze die Blackroll nur in Maßen bei akutem Muskelkater ein und höre auf deinen Körper.

Übungen mit der Blackroll gegen Muskelkater

Faszientraining kann leider, gerade am Anfang, auch schmerzhaft sein. Höre auch hier auf deinen Körper und gehe in kleinen Schritten voran. Ich verspreche dir, dass es zwar langsam, aber mit jedem Mal einfacher wird es durchzuführen. Sinnvoll ist es vor allem nach intensiven Trainingseinheiten zur Regeneration. Klappt übrigens auch vor dem Fernseher. 😉

Hier findest du übrigens die klassische Blackroll auf Amazon (24,90€).

Videos erklären Sportübungen bekanntermaßen besser, deshalb findest du hier ein Video mit Übungen mit der Blackroll gegen Muskelkater:

Muskelkater durch Blackroll

Obwohl wir Muskelkater durch die Blackroll vermeiden wollen, kann es durch die Rolle auch zu Schmerzen und Verspannungen kommen. Ein gewisser Grad an Schmerzen ist beim Faszientraing (leider) normal. Doch wer es übertreibt und zu intensiv und schnell beginnt, der hat kaum Freude an der Blackroll. Gefährlich ist solch eine Überbelastung jedoch in der Regel nicht. Es verlängert nur deine Regeneration und führt zu Verhärtungen.

Hier findest du einen sehr guten Artikel über Schmerzen beim Faszientraing.

Wenn du unsere Tipps beachtest und die Faszienrolle bzw. Blackroll in Maßen einsetzt, kann sie bei akutem Muskelkater helfen. Darüber hinaus empfehle ich das Faszientraining mit der Blackroll jedem Sportler. Nicht nur wegen dem Vorbeugen von Muskelkater, sondern wegen den vielen positiven Effekten auf den Körper. Genau wie Sport ist Faszientraining ein langer Prozess, von dem man vor allem durch Regelmäßigkeit und Disziplin profitiert.