Fashion

Kleider richtig und sinnvoll spenden: So geht’s

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Wer mit seiner alten, aussortierten Kleidern noch etwas Gutes tun will, sollte nicht seinen nächsten Kleidercontainer aufsuchen. Wir erklären dir, wie du aussortierte Kleidung sinnvoll spenden kannst.

Wieso nicht der Altkleidercontainer?

Altkleidercontainer sind in unserer Gesellschaft sehr präsent – einfach, weil sie in jeder Stadt zu finden sind. Doch inzwischen gab es genug Reportagen, die die „Altkleiderlüge“ aufdecken. Die Kleidung, die Menschen mit guten Gefühl dort spenden landet nur in den wenigsten Fällen direkt bei den Bedürftigen. Die Kleidung wird meistens in Secondhand-Läden in Deutschland oder im Ausland einfach weiterverkauft. Kleiderspenden die in Entwicklungsländer gelangen, haben meistens schlechte Auswirkungen auf die dortige Textilindustrie. Auch die Spende über gemeinnützige Organisationen ist keine sichere Nummer. Wer sich für das Thema mehr interessiert, dem haben wir hier eine Doku von NDR verlinkt.

Wie man Kleidung stattdessen sinnvoll spenden kann

Kleiderkammern

Über Kleiderkammern bringt man seine aussortierten Sachen direkt zu den Bedürftigen. Diese werden dazu genutzt, Kleidung an Obdachlose, Flüchtlinge und sonstige Bedürftige weiterzugeben. Im Netz findet ihr Kleiderkammern in eurer Nähe. Meistens läuft das über die Caritas, das DRK oder die Stadtmission.

Sozialkaufhäuser

In Sozialkaufhäusern werden Waren zwar verkauft, aber zu besonders günstigen Preisen. Träger sind Kirchen, Sozialämter oder soziale Verbände. Auch hier findet ihr online schnell das Kaufhaus in eurer Nähe. Der Vorteil: Neben Kleidung kann man auch andere Waren, wie Haushaltsprodukte hier abgeben.

FairWertung-Siegel

Wer in seiner Nähe keine Möglichkeit sieht alte Kleidung direkt abzugeben, kann bei Kleidercontainer zumindest auf ein bestimmtes Siegel achten: FairWertung. Das Siegel versichert, dass die Kleidung gemeinnützig und nachhaltig weiterverwendet wird. Die hohen Standards der Organisation wollen dafür sorgen, bewusst mit gebrauchter Kleidung umzugehen. Durch die Standortsuche findest du Container, aber auch Secondhand-Shops und andere Abgabestellen in deiner Nähe.

Wer sich generell für Slow Fashion interessiert, dem empfehlen wir unser Beitrag über Faire Mode-Marken.