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Faire Kleidung & faire Mode: Die besten Marken für faire Kleidung

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Faire, nachhaltige und ökologische Mode kommen langsam in die Trends und werden immer mehr nachgefragt. Klamotten sollen nicht mehr nur schick sein, sondern auch umweltbewusst. Namen wie Armedangels, Hessnatur oder Grüne Erde werden immer bekannter. Wir haben die wichtigsten Fakten über faire Kleidung zusammengetragen und stellen die besten Modelabels vor.

Nachhaltige Mode – Was bedeutet das?

Fair-Trade-Kleidung wird vor allem aus Bio-Baumwolle und mit viel weniger Chemie als konventionelle Kleidung hergestellt. Dadurch sind die Sachen auch länger haltbar. Neben Baumwolle gibt es im Fair-Fashion-Bereich auch Materialien wie Leinen, Kork oder Algen. Manche Modelinien haben sogar schon Sneaker oder Jacken aus Plastikmüll hergestellt. Vielen ist auch wichtig, dass die Rohstoffe vegan sind. Zu fairer Mode gehören auch Labels, Siegel und Zertifikate, die die nachhaltige Produktion bestätigen. Faire Löhne, ethische Arbeit und Qualität sind hier die Stichworte.

Warum Fair Fashion?

Auf die Frage warum man Fair Fashion kaufen sollte, gibt es viele Antworten. Die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie sind so schlecht wie in kaum einer anderen Branche. Teilweise werden krankheitserregende Chemikalien ohne Schutzmaßnahmen eingesetzt. Der Fokus liegt in der Produktion der meisten Mode auf günstigem Preis und großer Menge und nicht auf Ethik und Qualität. Viele Menschen reagieren auch empfindlich oder sogar allergisch auf chemische Stoffe in den Fasern der Kleidung. Wer hier auf Bio-Baumwolle setzt, vermeidet Hautreizungen.

Siegel für nachhaltige Mode

Welche Kleidung nachhaltig ist, kann man nicht immer auf den ersten Blick erkennen. Bezeichnungen wie fair, öko oder bio sind nicht geschützt. Es gibt allerdings einige andere Begriffe, auf die man achten kann.

GOTS Siegel

Das GOTS Siegel ist ein Siegel für Naturtextilien. GOTS-zertifiziert sind Kleidungsstücke, die zu mindestens 95% aus Naturfasern bestehen. Von diesen Naturfasern müssen 70% aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Neben dem Rohstoff-Aspekt müssen für das Siegel auch soziale Standards erfüllt sein. Hier gelten allgemein anerkannte Standards, wie Mindestlöhne und Arbeitsschutz.

IVN Siegel

Das IVN Siegel gleicht dem GOTS Siegel, ist aber in den einzelnen Punkten strenger. Kleidung muss zum Beispiel zu 100% aus biologischen Naturfasern bestehen.

Fair Wear Foundation

Hersteller von Textilien können Mitglied der Fair Wear Foundation werden, wenn sie bestimmte Standards einhalten. Der Fokus liegt dabei auf sozialen Bedingungen. Das große Plus: Die Initiative prüft regelmäßig, ob dessen Mitglieder die Standards einhalten.

Nachhaltige Modelabels

Hier sind drei Modelabels und Online-Shops, die nachhaltige Mode produzieren.

Armedangels

• Mode für Damen und Herren

• Kleidung aus Bio-Baumwolle und recycelten Materialien

• Faire Produktion in Indien, Marokko, Portugal und der Türkei

Greenality

• Mode für Damen, Herren und Kinder

• Kleidung aus Bio-Baumwolle

• Faire Produktion in Europa

Hessnatur

• Mode für Damen, Herren und Kinder

• Kleidung aus Naturfasern aus ökologischer Landwirtschaft

• Faire Produktion in Europa, Südamerika, Afrika & Asien

Wer schon zu viel Kleidung hat und diese spenden möchte, der sollte auch das möglichst fair und nachhaltig tun. Wie man fair Kleider spenden kann könnt ihr im verlinkten Beitrag nachlesen. Auch bei Accessoires, wie Taschen oder Geldbeutel, kann man auf Fairness und Nachhaltigkeit achten. Ein kleiner Tipp von mir: Taschen aus Naturkork. Das Material ist ein super Statement, sieht toll aus und gibt es inzwischen schon bei vielen Anbietern.