Garten

Kaliumdünger selber herstellen: Einfache Anleitungen

Kaliumdünger, auch Kalidünger genannt, ist ein ganz spezieller Dünger, der vielen Pflanzen in deinem Garten zu Gute kommen kann. Im Fachhandel gibt es neben reinen Kalidüngern übrigens auch mit Kalium angereicherte Universaldünger. In unserem Beitrag wollen wir dir erklären, was dieser Dünger kann und wie man ihn ganz einfach selber herstellen kann.

Kaliumdünger wird klassisch übrigens oft für den Rasen und auch für Tomaten verwendet. Der beste Zeitpunkt für eine jährliche Düngung aller Pflanzen ist der Herbst.

So wirkt Kalium auf deine Pflanzen

Kalium ist ein Bestandteil von jedem Boden, je nach Region liegt mehr oder weniger davon vor. Zusammen mit Phosphor und Stickstoff zählt das Alkalimetall zu den wichtigsten Nährstoffen für Pflanzen. Besonders gut bindet sich Kalium in Humus.

Es kann vorkommen, dass Kalium im Boden verfügbar ist, die Pflanzen diesen aber nicht aufnehmen können. Das kann zum Beispiel an einem zu niedrigen pH-Wert liegen. Calcium, Magnesium und Natrium können in zu großen Mengen ebenfalls die Aufnahme hemmen.

Wird Kalium von der Pflanze aufgenommen, wird es in den Zellen gespeichert und für unterschiedliche Zwecke benutzt. Kalium hilft unter anderem bei der Regulierung des Wasserhaushaltes, des Stoffwechsels und der Frosthärte. Für eine gesunde Pflanze ist es essentiell. Zu einem Überschuss an Kalium kommt es extrem selten, darüber musst du dir keine Sorgen machen.

Haben meine Pflanzen einen Kaliummangel?

Es gibt verschiedene Symptome, an denen man einen Mangel am Nährstoff Kalium erkennen kann. Die Blattränder können sich zum Beispiel gelblich oder bräunlich verfärben. Auch das Krümmen und Welken der Blätter kann ein Anzeichen sein.

Kaliumdünger selber herstellen: Verschiedene Anleitungen

Du solltest Kaliumdünger benutzen, wenn du Anzeichen für einen Mangel bei deinen Pflanzen feststellen kannst. Im Herbst kann es sich auch lohnen ohne Mangelsymptome kaliumreich zu düngen, um die Pflanzen besonders winterhart zu machen.

Gartenarbeit
Selbst hergestellter Dünger ist günstiger und umweltfreundlicher als gekaufter

Kaliumdünger aus Asche selber machen

Asche hat den Vorteil, dass hier nicht nur Kalium enthalten ist, sondern gleich einige andere wichtige Nährstoffe. Am besten eignet sich Holzasche, die einfach im Haushalt anfällt. Zum Beispiel beim Grillen oder Heizen mit dem Kamin. Wichtig ist dabei, nur reine Holzasche zu nehmen und kein mit chemischen Mitteln angereicherte Asche. Das graue Pulver kann man übrigens auch super sammeln und dann aufheben.

Rühre das graue Pulver dann mit etwas Wasser zu einem Flüssigdünner. Alternativ kann man auch die reine Asche verwenden. Auch eine Möglichkeit ist es, die Asche im Kompost zu schichten und dann den Kompost als Dünger zu verwenden. So entsteht angereicherter Kaliumdünger. Hier findest du eine einfache Anleitung für einen Kompost.

Wichtig ist beim Düngen mit der Holzasche, nicht zu viel Asche zu verwenden. Lieber sparsam damit umgehen.

Kaliumdünger aus Pflanzenjauche herstellen

Auch Pflanzenjauchen kann man sehr einfach in einem Verhältnis 1:10 mit Wasser herstellen. Nachdem die Pflanzen gegärt sind, kann man die Jauche sieben und erhält einen effektiven und sehr kaliumreichen Dünger. Diesen solltest du nicht direkt auf die Pflanzen geben, sondern nur in den Boden. Der Dünger kann nämlich ganz schön aggressiv sein. Für eine kaliumreiche Pflanzenjauche eignen sich besonders gut Brennnesseln.

Kaliumdünger mit Hausmitteln

Verschiedene Hausmittel können durch ihren hohen Kaliumgehalt auch als Kalidünger dienen. Der Klassiker ist hier der getrocknete Kaffeesatz. Feuchter Kaffee kann nämlich zu Schimmel in der Erde führen. Diesen kannst du einfach direkt auf die Pflanzen geben. Auch Tiermist, zum Beispiel von einem Haustier oder einem Reiterhof in der Nähe, kannst du verwenden, um den Kaliumgehalt im Boden zu steigern.

Muss es gar nicht unbedingt Kaliumdünger sein? Hier findest du Anleitungen für selbstgemachten Universaldünger.