Gesundheit

Nackenverspannung lösen: Sofort-Hilfe gegen Schmerzen

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Nackenverspannungen treten bei den meisten einmal – oder eher öfter – im Leben auf und können sehr unangenehm sein. Jeder von uns kennt es das, wenn es im Nacken sticht und man weder gemütlich sitzen, noch stehen, liegen oder laufen kann.

Fast jeder vierte Deutsche leidet unter regelmäßigen Rücken- und Nackenschmerzen. Oft kommen Kopfschmerzen hinzu, da die Muskeln aus dem Nacken direkt in den Kopf reichen. Auch Übelkeit und Schwindel sind nicht selten. Hier findet ihr Hausmittel gegen Kopfschmerzen, die man begleitend behandeln kann.

Deshalb schauen wir uns heute an:

Ursachen für Nackenschmerzen

1. Schmerzen durch schlechte Haltung

Nackenschmerzen entstehen durch verspannte oder verhärtete Muskeln. Dazu kommt es wiederum zum Beispiel durch eine schlechte Haltung. Wenn der Nacken beim Sitzen unnatürlich angespannt wird, zum Beispiel beim Blick aufs Smartphone.

Eine falsche Haltung beim Sport bleibt als Ursache oft unentdeckt, kann aber auch ein Auslöser für langfristige Verspannungen sein.

Auch zu wenig Bewegung ist Gift für unseren Nacken. Wer den ganzen Tag nur im Büro und abends auf der Couch sitzt ist anfälliger für Nackenschmerzen, als jemand der regelmäßig Sport treibt.

2. Verspannungen durch Stress

Auch bei Stress spannen die meisten Menschen oft unbewusst Schultern und den Hals an, was dann zu Verspannungen führt. Dazu kommt eine geänderte und angespannte Atmung.

Stress hat natürlich jeder einmal. Dauerstress ist allerdings nicht mehr gesund. Hier muss man an der Psyche ansetzen und nicht am Nacken, um die Schmerzen zu lindern.

3. Verspannungen im Schlaf

Manchmal hat man aber auch einfach nur schlecht geschlafen und der steife Nacken kommt von einer ungünstigen Liegeposition im Schlaf.

Besonders gefährdet sind hier Personen, die zu viele Kissen im Bett haben oder auf dem Bauch schlafen. Bauchschläfer müssen ihren Kopf nämlich stark nach links oder rechts drehen, um zu atmen.

Sofort-Hilfe gegen Nackenschmerzen

Nackenschmerzen können den Alltag extrem einschränken und sehr belastend sein. Diese Tipps könnt ihr bei akuten Verspannungen anwenden um eure Nackenverspannung lösen. Wichtig ist allerdings auch, bei langfristigen Beschwerden die Ursachen zu suchen und diese zu bekämpfen.

Sofort-Hilfe: Wärme

Wärme kann verschieden angewendet werden. Warme Handtücher, Wärmflaschen oder Kirschkernkissen können als Kompresse direkt auf die schmerzende Stelle gelegt werden.

Eine ähnliche Wirkung erzielt man mit einem heißen Bad oder einer warmen Dusche.

Wer eine Wärmelampe zu Hause hat, kann diese natürlich auch auf seinen Nacken richten.
Mein Tipp: Manchmal tuts auch einfach ein Föhn ;-).

Sofort-Hilfe: Bewegung

Im Netz findet man zahlreiche Übungen gegen akute Nackenschmerzen und zum Lösen von Nackenverspannungen. Ganz unten habe ich dir meinen Favoriten verlinkt. Oft hilft es aber auch, keine Übungen unter Schmerzen nachzumachen, sondern selbst herauszufinden, was sich gut anfühlt.

Versuch doch einfach mal deinen Kopf intuitiv so zu bewegen, dass es dir guttut.

Auch ein Spaziergang kann gegen Nackenverspannungen helfen. Versuch dabei nicht auf die Schmerzen zu achten, sondern ganz natürlich und locker zu laufen. Un nach dem Spaziergang kann dann die verdiente Badewanne kommen :-).

Sofort-Hilfe: Massage

Wer sagt, dass man immer viel Geld im Massagestudio lassen muss? Gerade im Nacken kann man sich super selbst massieren. Ich empfehle jedem, das einmal auszuprobieren. Gezieltes Massieren kann verknotete Faszien und harte Muskeln lösen. Lass dir Zeit und benutze bei Bedarf etwas Öl.

Ansonsten tut es natürlich auch eine professionelle Massage. Bei langanhaltenden Beschwerden kann man auch einmal eine Physiopraxis ausprobieren.

Extra-Tipp: Bei Massagen wird das Glückshormon Oxytocin ausgeschüttet. Sie können deshalb auch echte Gute-Laune-Macher sein.

Langfristig Verspannungen vermeiden

Um langfristig Verspannungen zu vermeiden, müssen einige viel in ihrem Alltag verändern. Die häufigsten Auslöser sind nun einmal Stress, zu langes Sitzen und Bewegungsmangel.

Wir empfehlen zum einen regelmäßigen Sport, der dir Spaß macht. Wer wirklich Probleme mit Schmerzen hat, sollte sich hier beraten lassen.

Eine sanfte Stärkung der Rückenmuskulatur mit Gewichten ist meistens nicht verkehrt. Das geht im Fitnessstudio, aber auch zu Hause mit Home Workouts.

Yoga, Pilates & Co helfen die Faszien und Muskeln geschmeidig zu halten. Das beste ist, dass Sport gleichzeitig auch gegen Stress hilft: Da schlägt man zwei Fliegen mit einer Klatsche.

Der eigene Lebensstil schlägt sich eben häufig direkt auf die Gesundheit aus – und äußert sich dabei oft in Nackenschmerzen.

Wie versprochen, sind hier noch meine liebsten Übungen, die ich immer mache, wenn mich abends die Nackenschmerzen plagen.