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Ist Ökostrom wirklich besser & wer ist der beste Anbieter?

13 Fragen über Ökostrom

Wir beantworten die 13 wichtigsten Fragen zum Thema Ökostrom in unserem Artikel. Wenn du noch nicht so viel über das Thema weißt bist du hier richtig aufgehoben! Investiere 10 Minuten Lesezeit, damit du beim Ökostrom mitreden kannst.

Was ist Ökostrom und was ist echter Ökostrom?

Wikipedia definiert Ökostrom so: „Mit dem Begriff Ökostrom werden üblicherweise Stromlieferverträge bezeichnet, mit denen ein direkter Geldfluss zwischen dem Abnehmer und Anbietern elektrischer Energie aus umweltfreundlichen erneuerbaren Energiequellen hergestellt wird. Dies geschieht in Abgrenzung zu konventionell erzeugtem Strom aus Kernenergie und fossilen Energieträgern, wie hauptsächlich Kohle, Erdöl und Erdgas. Gleichbedeutende Begriffe sind Grünstrom und Naturstrom. Der wesentliche Nutzen eines Ökostromtarifs ist nicht die unmittelbare Senkung der CO2-Emissionen, sondern die Förderung von Investitionen in regenerative Technik.“

Oftmals führt der Begriff Ökostrom zur Verwirrung. Denn es kann sein, dass Strom als Öko bezeichnet wird, weil der Anbieter sogenannte RECS (Renewable Energy Certificate Systems) einkauft. Sogar Kohle- oder Atomstrom kann sich dann Öko nennen. Der Begriff echter Ökostrom soll in diesem System für Klarheit sorgen und nur den Strom bezeichnen, der vollständig aus erneuerbaren Energiequellen stammt.

Ist Ökostrom wirklich besser?

Kurz gesagt ja. Denn bei Kohlestrom entstehen klimaschädliche Co2-Abgase und die Kernenergie bietet viele gefährliche Risiken. Beide Probleme sind bei Ökostrom faktisch nicht vorhanden. Auch die Bundesregierung pocht deshalb auf eine Erhöhung des Anteils an Ökostrom, genauso wie viele private Nachfrager.

Seit wann gibt es Ökostrom?

Die Energiewende wurde durch die Tschernobyl in den 80ern ausgelöst und bereits 1990 wurde ein Stromeinspeisungsgesetz verabschiedet. 1998 wurde der Markt für private Anbieter geöffnet, wodurch wir heute eine große Vielfalt an Stromanbietern erleben, unter denen auch immer mehr Anbieter mit Ökostrom vertreten sind.

Woher kommt Ökostrom?

Es gibt nicht den einen Ökostrom, sondern er kann auf viele verschiedene Weisen produziert werden. Am einfachsten ist eine Unterscheidung nach der Quelle des Stroms.

Welche Quellen gibt es?

  • Sonnenkraft
  • Wasserkraft
  • Windenergie
  • Erdwärme
  • Biomasse

Alle diese Quellen haben gemeinsam, dass sie auf dem Planeten unbegrenzt verfügbar sind. Das heißt die Kraft von Sonne oder Wind kann man nicht aufbrauchen. Die Nutzung der Stromquellen hat auch keine direkten Auswirkungen auf die Erde oder den Klimawandel.

Den größten Anteil hat aktuell die Windkraft, dicht gefolgt von Biomasse und Sonnenkraft. Wasserkraft hat noch einen vergleichsweise kleinen Anteil am Ökostrom.

Ist Ökostrom CO2-neutral?

Ökostrom wird Co2-neutral erzeugt, das heißt bei der Stromerzeugung ist der Strom nahezu klimaneutral. Der Strom in deinem Haushalt kommt allerdings aus einem Bundesstrommix. Je mehr einzelne deutsche Haushalte zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln, desto höher wird der Anteil im Bundesstrommix und damit auch in deiner Steckdose zuhause.

Was bedeutet 100% Ökostrom?

100% Ökostrom bedeutet, dass der Strom auch wirklich zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammt. Manche Angebote bieten einen anderen Prozentsatz an Ökostrom.

Was spricht gegen Ökostrom?

Wie bei jedem Thema hat auch Ökostrom einige Nachteile. Die Stromerzeugung durch Biomasse hat zum Beispiel relativ hohe Betriebskosten. Außerdem wird noch nicht immer gleichzeitig anfallende Wärme genutzt. Windkraft ist nicht immer exakt kalkulierbar und kann je nach Region stark schwanken.

Wenn man Bilanz zieht findet man zu Ökostrom allerdings sehr wenige und kaum dramatische Nachteile. Vor allem ist diese Art des Stroms nicht existenzgefährdend durch einen negativen Beitrag zum Klimawandel.

Wie erhalte ich Ökostrom?

Grundsätzlich kannst du zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln. Wie schon erwähnt kommt aus deiner persönlichen Steckdose aber immer ein Strommix. Aber keine Sorge, dein Beitrag ist trotzdem genauso wichtig. Denn ob „dein“ Ökostrom direkt von dir oder von einem anderen deutschen Haushalt genutzt wird ist dem Klima herzlich egal: es freut sich in beiden Fällen. Durch einen Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter erhöhst du den Anteil an Ökostrom in Deutschland.

Wie lange dauert die Umstellung auf Ökostrom?

Nach dem Energiewirtschaftsgesetz darf der Wechsel des Stromanbieters maximal drei Wochen dauern. Erfahrungsgemäß kann ein Anbieterwechsel zwei bis sechs Wochen dauern, je nachdem wie schnell dein Antrag bearbeitet werden kann. So eine Umstellung auf Ökostrom ist aber für dich mit relativ wenig Aufwand verbunden.

Warum ist Ökostrom günstiger?

Der Grund für die niedrigen Preise ist die steigende Nachfrage. Wie wir schon in der Schule gelernt haben sinkt der Preis bei hoher Nachfrage. Je mehr Haushalte sich also für Ökostrom entscheiden, desto günstiger kann der Strom noch werden.

Tipp: Mit dem richtigen Heizen kannst du auch einiges an Strom sparen.

Welcher Ökostrom ist der beste?

Um herauszufinden welcher Ökostrom für dich der beste ist kann ich dir diesen Ökostrom Vergleich empfehlen. Hier kannst du direkt deine Postleitzahl, deinen Verbrauch und andere Informationen zu deinem Haushalt angeben und Angebote vergleichen.

Wie viele Haushalte beziehen Ökostrom?

Im Jahr 2019 haben 12,67 Millionen Personen in Deutschland Ökostrom bezogen. Damit ist die Anzahl der Personen, die Ökostrom verwenden seit 2015 konstant angestiegen: Im Jahr 2015 waren es noch 8,52 Millionen Personen. Insgesamt bezogen etwa 59 Millionen Personen in der deutschen Bevölkerung keinen Ökostrom oder machten keine Angabe dazu. Unterschiede lassen sich vor allem zwischen den einzelnen Bundesländern feststellen.